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Umgang mit dem Terror

Tolle Gedanken: 
http://agitpopblog.org/oldskool/losegedanken.html

„15. Die Attentate haben nichts mit dem Islam zu tun, weil es den Islam nicht gibt. Das wird jede schiitische Minderheit in einem sunnitischen Staat bestätigen und vice versa. Der aufgeklärte Moslem in Ankara ist nicht gleichzusetzen mit dem radikalisierten Wahabiten außerhalb saudischer Städte. So wie ein wiedergeborener US-Christ und die katholische Omma in Wanne-Eickel nicht an das Christentum glauben.

16. Die Attentate haben aber sehr wohl mit einer gewissen, derzeit eben vorrangig sunnitisch-salafistisch geprägten, Ausformung des Islam zu tun. So wie Timothy McVeighs und Anders Breiviks Attentate mit einer radikalisierten Ausformung des Christentums zu tun hatten. So wie die Morde der RAF auf einer radikalen Auslegung marxistischer Texte basierten. Zumindest im erwachsenen Teil des Internets sollten wir in der Lage sein, das anzuerkennen ohne pars pro toto alle Muslime zu verurteilen. Das hier ist keine binäre Situation.

17. Das anzuerkennen ist wichtig, denn wenn man junge Männer davon abhalten möchte, sich in europäischen (oder arabischen oder sonstigen) Städten selbst in die Luft zu jagen und dabei unbeteiligte Zivilisten zu töten, dann muss man verstehen wo die Radikalisierung stattfindet, was diese Form des Radikalismus so attraktiv macht und wie man ihr begegnet.

18. Junge Männer sind Teil des Problems. Das ist ein Aspekt, den Flüchtlingskritiker besonders gerne hervorheben, der aber deshalb noch nicht völlig von der Hand zu weisen ist. Testosteron und Gewalt stehen in Verbindung, unabhängig von der ethnisch-religiösen Herkunft. Nicht umsonst rekrutieren sich paramilitärische Organisationen von der SA über zentralafrikanische Guerilla-Gruppierungen bis zur Religionspolizei im Iran vorrangig aus dieser Gruppe. Nicht umsonst haben die Neo-Nazis zügig nach dem Zweiten Weltkrieg die Wiking-Jugend gegründet.“

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